Katrin Sieber im Interview

kata interview

Hallo Kata. Die jüngere Generation heiratet ja wieder häufiger. Glaubst du, dass z.B. durch königliche Hochzeiten das Heiraten wieder mehr en vogue sind?

Ja, schon irgendwie. Man sieht halt gerne, wie Menschen ihre Liebe nach außen darstellen. Und dann wird darüber gesprochen: Welches Kleid hatte die Braut an? Welchen Schmuck trug sie? Wie sah der Trauring aus? Dieser Ring ist dann für viele erstrebenswert oder gibt eine gewisse Richtung vor. Was Hollywood und königliche Ikonen da tragen haben sicherlich Einfluss. Die Medien und Werbekampagnen springen dann darauf auf, das heizt dann etwa die Diamantbranche schon an. Wir bei Herzblut spüren das aber nur wenig.

 

Gibt es bezüglich des Stils von Eheringen auch einen Wandel?

Da ja häufig die Eheringe unser Großeltern als Altgold zu uns kommen, kann ich da tatsächlich eine Veränderung feststellen. Heutzutage sind die Ringe im Vergleich zu vorigen Generationen markant breiter geworden. Die Ringe nach dem Krieg waren dünner und einfacher. Da hatten die Leute einfach noch nicht so viel Geld, da hat man sich zwangsläufig für schmale Bänder entschieden. Jetzt ist es oft so: Je älter das Brautpaar ist, und es wird ja eher erst später geheiratet, umso stärker die Bänder und umso wertvoller ist das involvierte Material.

 

Und für welches Material entscheiden sich Hochzeitspaare heute?

Von ganz klassisch bis exotisch wird alles nachgefragt. Wie etwa Carbon oder Keramik oder auch Legierungen daraus – wie eine Art Industriewerkstoff. Aber das hat weder eine Wertigkeit und zur Haltbarkeit kann man auch wenig sagen. Ich meine, wenn ein Goldring aus der Römerzeit, der rund 2000 Jahre alt ist, ausgebuddelt und gereinigt wird, dann sieht er noch genauso aus wie vor 2000 Jahren. Das ist das Spannende an unserem Produkt. Gleiches gilt für einen hochwertigen Diamanten oder die stark nachgefragten Platinringe. Alles, was hochwertig ist und sich bewährt hat, überzeugt uns einfach durch und durch.

 

Weißt du eigentlich, wann in Deutschland der Verlobungsring aufgekommen ist?

Puh, gute Frage. Ich hab mal gelesen, irgendein Kaiser hat einmal so einen Ring, den man heute klassisch als Verlobungsring kennt, mit so einem Krönchen oben drauf als Solitärring verschenkt. Und das hat nach vielen Jahren irgendwann Tiffanys in New York aufgegriffen und dann durch Werbung und PR gepusht. Die Diamantbranche profitiert sicherlich heute noch davon. Diamanten stehen einfach für Wertigkeit, Langlebigkeit und allerbeste Qualität. Und nur solche verwenden wir hier bei Herzblut. Die Leute sehnen sich wieder mehr nach qualitativ hochwertiger Arbeit – und nach Handwerkskunst. Man sucht in unsicheren Zeiten wie diesen wieder nach dem Echten, dem Ehrlichen, dem Reinen.

 

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